Don´t walk AND watch
So, nun war ich also auf dem Milford Track und soll euch berichten?
Es war eine wunderschöne Zeit. Entgegen der steten Wetterprognose von minimum einem Regentag auf dem Track, hatte ich vier Tage durchgehenden wolkenlosen Sonnenschein und
perfekte Temperaturen zum Laufen. Der kühle Regenwald tat sein übriges.
Von Te Anau, wo ich Donnerstag nachmittag ankam, nahm ich einen Bootstransfer zum Startpunkt des Tracks, Glade Wharf. Santiago, dessen freier Tag es war, begleitete mich auf der Fahrt und lief noch ein Stück mit mir, ehe er zurück zum Boot musste, das ihn zurück nach Te Anau brachte. Ich lief noch wenige Kilometer, ehe ich die Hut erreichte, in der ich die erste Nacht verbrachte. Am nächsten Tag ging es gemütlich entlang riesiger Berge mit schneebedeckten Spitzen, mit Wasserfällen und Bachläufen. Die Sonne schien ihre Feiertagsstrahlen zu Grillengezirpe und Vogelgezwitscher.
A la´ „Hans guck in die Luft“ lief ich, während ich staunend auf die Wasserfälle fixiert war, vom
Weg ab in einen Graben, woraufhin mein Knie mit unzähligen Stichen genäht werden musste – Glücklicher weise jedoch nur das meiner wertvollen Merino-Leggins. What a pity
Der einzige Wehmutstropfen waren in der tat die Sandfliegen, die sich über einen her machten, sobald man stehen blieb, oder sich gar hinsetzte. Jedoch bin ich seit dem Rainbow Gathering jedoch weitgehend an die fiesen Biester gewöhnt, beziehungsweise weiß die Bisse zu vermeiden. Der Hut-Ranger erzählte uns dazu eine schöne Geschichte:
Maori legend even explains the existence of the sandflies. It says that when the god Tu-te-raki-whanoa finished creating the landscape of Fiordland, it was absolutely stunning…so stunning that it stopped people from working. They just stood around gazing at the beauty instead. The goddess Hinenuitepo became angry at these unproductive people, so she created the sandfly to bite them and get them moving.
Der dritte Tag stand im Zeichen der Pass-Überquerung. Der Weg war jedoch bei weitem nicht so anstrengend, wie alle befürchtet hatten- zumal ich von meinem vorherigen Training härteres
gewöhnt war. Die Spitze war jedoch aufgrund der frühen Morgenstunde, in der ich die Höhe erreichte in dichten Wolkennebel gehüllt, der mir die beworbene weite Aussicht verwehrte. Dafür sah ich etwas anderes, worauf ich schon seit meiner Ankunft in Neuseeland sehnsüchtig gehofft hatte: Drei Keas saßen dort, im tosenden Wind und spielten mit den Böen. Sie sind wirklich groß und wunderschön, wenn auch etwas zottelig
Auf dem darauf folgenden Abstieg lichteten sich die Wolken sehr bald und die Aussicht auf der
anderen Seite des Passes war Wahnsinn.
Unglücklicher Weise muss ich mir wohl zu beginn des Abstiegs das Knie verdreht haben, da es nach kurzer Zeit unerträglich zu schmerzen begann, sobald ich es beugte. Dieser Zustand wurde leider nicht weniger und raubt mir noch heute den Schlaf. Bisher hoffe ich noch auf eine Wunderheilung durch nicht Belasten.
Kurz vor erreichen der dritten Hut stand die Möglichkeit auf einen Abstecher zu den Sutherland
Falls, den höchsten Wasserfällen Neuseelands. Der Weg zu den Fällen war magisch. Der Wald, die Steine auf und entlang des Weges waren von dichtem Moos bewachsen und Flechten umwehten die Äste der Bäume.
Dort angekommen wehte mir bereits der feine Sprühnebel des riesigen Wasserfälle entgegen und lud zu einem Spaziergang unter den Fällen ein. Der Weg führte über feuchte, von dickem Moos bewachsenen Steinen und Felsen unter den Wasserfall, wo es unheimlich laut und stürmisch
war. Ohne ins Wasser selbst gegangen zu sein, machte mich das Sprühwasser tropfnass.
Zuück auf der Wiese legte ich mich ins Gras, die Sonne wärmte meine feuchte Haut und der Sprühstream des Wasserfalls kühlte angenehm. Ich schloss die Augen, lauschte dem Tosen des Wassers und da war er: Der beste Moment!
Jon fragte mich jüngst, nach meinem besten Moment in Neuseeland- Und dort hatte ich ihn erlebt. Es war bloß ich und die Natur in völliger Harmonie, ohne Angst, Ärger oder Stress.
Das war der dritte Tag, ein ganz und gar wunderschöner in diesem traumhaften Land. Ich war allein für mich in diesem riesigen Nationalpark und genoss es in vollen Zügen.
Der vierte und letzte Lauftag waren dagegen weniger angenehm, da ich mein Knie kaum beugen konnte und die letzten fünf Stunden humpelnd zwischen Steinen und Geröll umher stakste.
Dem entsprechend froh war, als ich den Endpunkt, Sandfly Point erreicht hatte, von wo ich mit einem Boot nach Milford Sound gebracht wurde, wo ich eine Nacht in einem Hostel gebucht hatte, um etwas zu entspannen.
Wenige Tage zuvor, in Queenstown hatte ich mir in einem Outdoorladen eine funktionale Icebreaker Merino-Leggins für NZ$ 90 gekauf, die ich vier Tage oder mehr am Stück tragen konnte, ohne dass sie zu müffeln beginnen würde. In einem Second-Hand-Shop, wo ich eigentlich bloß nach einem Kopftuch Ausschau hielt, entdeckte ich ein wie neu aussehendes
Icebreaker Merino-Shirt für unsagbare NZ$ 25. Im Geschäft zahlt man etwa das vier-fache.
So war mein Dress also komplett und ich brachte für kommende Tage weder wechselnde Klasse!
Dienstag morgen ging es dann für mcih zuück nach Te Anau, wo ich seitdem sehr günstig im Holiday Park relaxe, den Tag am See Te Anau verbringe, mit meiner Slackline, lesend oder Santi beim Gitarre spielen lausche.. Was für ein Leben, kaum zu glauben..
Am Freitag geht’s auf einen Kajak-Trip entlang des Milford Sound und danach voraussichtlich weiter Richtung Catlins, in den südlichsten Süden vor der Antarktis (von einigen weitgehend unbedeutenden Inseln abgesehen)
In diesem Sinne..
Life the Bare Necessities!
- LUCKY
- Mossy fall-beautiful!
- Flechten hängen wie Lammetta von den Ästen
- Cloudy on the top-foggy as far as can see
- Clear emerald water everywhere
- Ready for passing the pass
- Most trees are covered in moss. Like a forrest of green soft goodwill
- Mal wieder Waschtag am Straßenrand
- Sutherland falls-The highest falls in NZ and the best moment in life
- Verschwenderische Schönheit der Natur
- One side of the first bunkroom
- Awoke by the sunrise in front of my window
- huuuge old tree for a little human
- Along the path
- MOSS-I love moss
- Sandfly Point Milford Track 33.5 miles
- They call it Robin- a cheeky and frightless birdy
- My first kea-they´re so huge..
- Ist es ein Elf? ist es ein Gnom? Nein Es ist ein Mari!
- The goal-Milford Sounds
- Just a silent fiord
- Amazing nature
- Angekommen in Milford Sound
- Milford Sound
- Schillerkäfer
- 007 Santiago- ready to shoot
- One of a couple of swing bridges
- Ready to rumble!
- Always some more falls along my way
- Sutherland falls from the far
- Beautiful Lake Te Anau
- Huge mountains on the way down
- The passed valley of the last two days of walkin´
- Framed in a hole






































edanke für die schönen bilder und die schönen texte, aber was macht dein armes knie für ärger? ach , hab ich ne tolle tochter´!! lg lass es dir weiter gut gehen
wow wow wow, marili.ich finds echt krass,was du dort alles so startest/gestartet hast.und im übrigen,dein gesicht sieht ohne schminke verdammt niedlich aus.solltest du öfter tragen!!
viele liebe grüße aus maaaaaburg,wo immer noch rest-schnee liegt!
wow!
so sieht also der milford-track ohne wolken aus?
schoeoeoen!
lg
bisou
jan